INDUSTRIEINSPEKTION PER DROHNE
Sichtprüfung und Zustandsdokumentation von Kesseln, Behältern, Schornsteinen, Kühltürmen und Hochfackeln – innen wie außen. Sie erhalten einen verorteten Befund statt einzelner Luftbilder.
Drohnengestützte Inspektion von Industrieanlagen und Kraftwerken
Betreiber von Kraftwerken, Chemie- und Produktionsanlagen müssen den Zustand ihrer Anlagen regelmäßig nachweisen – oft an Stellen, die nur mit Gerüst, Hubarbeitsbühne oder Befahrung erreichbar sind. Wir erfassen diese Bereiche mit Drohnen: innen mit der Kollisionsdrohne ELIOS 3, außen mit Zoom- und Wärmebildkameras. Das Ergebnis ist kein Luftbild, sondern ein verorteter Befund, mit dem Ihr Instandhaltungs- oder Prüfteam direkt weiterarbeiten kann.
Was wir prüfen – und wofür
Anlagen und Bauteile
- Kessel, Brennkammern und Feuerräume
- Rauchgaskanäle, Rauchgaswäscher und Zyklone
- Behälter, Lagertanks und Silos
- Schornsteine und Kamine – innen und außen
- Kühltürme und Ventilatorräume
- Hochfackeln, Rohrbrücken, Hallendächer und Kranbahnen
Typische Prüfziele
- Korrosion und Beschichtungsschäden
- Risse, Abplatzungen und Verformungen
- Schweißnähte, Verschraubungen, Stutzen und Halterungen
- Feuerfestauskleidung und Mauerwerk
- Ablagerungen und Anbackungen
- Verschleiß an Brennern und Düsen
Prüfanlässe
- Revisions- und Stillstandsplanung
- Wiederkehrende Prüfungen, z. B. nach BetrSichV oder DIN EN 13084 (Schornsteine)
- Zustandsaufnahme nach einem Schadensereignis
- Dokumentation für Sachverständige, Versicherer und Behörden
- Zustandsvergleich über mehrere Revisionen

Langjährige Erfahrung in der drohnengestützten Industrieinspektion
SPECTAIR ist seit 2013 am Markt und damit einer der ersten Drohnendienstleister in Deutschland. Unsere Ingenieure haben hunderte Kraftwerke, Schornsteine, Rohrleitungen, Hochfackeln und weitere Anlagenteile in Deutschland und Europa per Drohne inspiziert.
Unsere Piloten sind SCC- und GWO-zertifiziert, unsere Ingenieure für die Sichtprüfung (ZfP-VT) qualifiziert. Seit 2018 sind wir offizieller Partner des TÜV Rheinland und arbeiten außerdem mit Twinsity, Strucinspect, LPI, Grobecker, MH2 und dem TÜV Hessen zusammen.
Innenräume: Erfahrung mit Kollisionsdrohnen seit 2017
Seit 2017 setzen wir kollisionstolerante Innenraumdrohnen von Flyability ein – heute die ELIOS 3 mit LiDAR. Damit erfassen wir Kessel, Tanks, Kühltürme und Hallendachkonstruktionen, ohne dass Personen einsteigen müssen, und verorten jeden Befund in einer 3D-Punktwolke.

Einsatzbereiche unserer Industriedrohnen
Inneninspektion
Sichere Begutachtung von schwer zugänglichen Produktionsanlagen
Lagertanks, Silos, Kessel, Kühltürme, Brennkammern und Rauchgaswäscher sind nur unter hohem Risiko, widrigen Bedingungen und großem Aufwand für menschliche Inspekteure zugänglich. Inspektionen solcher Innenräume stellen Instandhalter daher vor Herausforderungen. Mit unseren kollisionstoleranten Innenraumdrohnen nehmen wir für Sie hochaufgelöste Bilder und 4K-Videos von Schweißnähten, Verschraubungen, Zu- und Abläufen, Korrosionsbeschichtungen, Stutzen und Halterungen etc. sowie vom gesamten Zustand der Innenräume auf. So können Korrosion, Risse, Abplatzungen, Verfärbungen und Deformationen geortet und dokumentiert werden. Das Erfüllen der individuellen Sicherheitsanforderungen Ihres Unternehmens ist dabei ein selbstverständlicher Teil unserer Arbeit.

Lagertanks, Ballasttanks, Treibstofftanks und andere Behälter sind regelmäßig auf Korrosion, Deformationen und weitere strukturelle Schäden zu untersuchen. Mit Hilfe von Innenraumdrohnen überprüfen wir den Zustand von Schweißnähten, Abläufen und Zuläufen, Korrosionsbeschichtungen, Verschraubungen und anderen Bauteilen von Tanks. Schwer erreichbare Anlagenteile können mit der ELIOS-Drohne kurzfristig und ohne Kosten für Einrüstungen inspiziert werden.
Kühltürme müssen in einem funktionstüchtigen Zustand gehalten werden, um einerseits langfristig die maximale Leistung der Produktionsanlage zu erreichen, andererseits für Sicherheit zu sorgen und Ausfälle zu vermeiden. Aufgrund ihrer Größe und Höhe sind Kühltürme jedoch nicht einfach zu inspizieren. Mit Indoor-Drohnen untersuchen wir Rotorblätter, Diffusoren, Kränze, den kompletten Ventilatorraum sowie die innen- und außenliegenden Wandstrukturen von Rückkühlwerken.
Maximale Energiegewinnung ist das Ziel der Betreiber von Kraftwerken. Dazu müssen Kraftwerke wie Müllverbrennungsanlagen und Teilbereiche von Kraftwerken regelmäßig gewartet werden. Wir führen mit Hilfe unserer unbemannten Flugsysteme visuelle Sichtprüfungen bei Brennkammern (z.B. in der zirkulierenden Wirbelschichtbefeuerung), Rauchgaswäschern, Feuerräumen, Kesseln und weiteren Bereichen von Energiegewinnungsanlagen durch. Darüber hinaus inspizieren wir Bauteile an technischen Anlagen wie Fliehkraftabscheider (Zyklone), Kompensatoren, Gaszuleitungen oder Luftvorwärmer unter Einsatz unserer Industrie-Drohnen.

Außeninspektion
Dokumentation von Industriebauten im Außenbereich
Für Drohnenflüge über Industrieanlagen oder in der Nähe von Straßen und Bahnlinien gelten besondere Regeln des Luftrechts. Wir klären, was für Ihren Einsatz nötig ist, holen die Genehmigungen ein und stimmen uns mit den Behörden ab – darum müssen Sie sich nicht kümmern.

Schornsteine müssen regelmäßig visuell inspiziert werden – mindestens alle 2 Jahre ist eine ausführliche Prüfung durch einen Sachkundigen erforderlich. Bei sehr starker chemischer Beanspruchung und je nach Zustand des Schornsteins sind kürzere Inspektionsintervalle von einzelnen Teilbereichen empfehlenswert, um den Reparaturbedarf zu ermitteln und bei Bedarf rechtzeitig eingreifen zu können. Mit Hilfe von Drohnen erreichen wir schnell und sicher Inspektionsbereiche in großen Höhen von Schornsteinen. Wir führen visuelle Untersuchungen durch, beispielsweise von
- Mauerwerk,
- Schamottsteinen,
- Beschichtungen,
- Mantel,
- Fassade,
- Schornsteinkopf,
- Mündungshauben,
- Reinigungsöffnungen,
- Stahlbandagen,
- Flanschverbindungen,
- Blitzableitern,
- Flughindernisbeleuchtung
- und weiteren Teilen.
Der Einsatz von Messbühnen oder Revisionsbühnen ist nicht mehr notwendig.

Beim Betrieb von Raffinerien in der chemischen und petrochemischen Industrie werden Hochfackeln zur Verbrennung von nicht verwertbaren Gasen eingesetzt. Die Gasfackelköpfe und ihre Bestandteile in teilweise über 100 m Höhe müssen regelmäßig visuell auf Verschleiß geprüft werden, um potenziellen Reparaturbedarf festzustellen und durch frühzeitiges Eingreifen eine möglichst lange Lebensdauer der gesamten Anlage zu sichern. Aufgrund ihrer großen Höhe, der hohen Temperaturen beim Verbrennungsprozess und potenziell ausströmender Gase sind Hochfackeln jedoch nicht leicht zu inspizieren. Mit Hilfe von Industriedrohnen erreichen unsere Piloten auch sehr große Höhen, um schnell und effizient aussagekräftige Bilder des Fackelkopfes inklusive Dampfdüsen, Pilotbrenner und Brennerdüsen zu erstellen. Eine optische Funktionskontrolle der Pilotbrenner sowie die visuelle Begutachtung von Tragwerk und Zuleitungen sind ebenfalls Teil einer vollständigen Fackelkopfinspektion.
Ablauf und Ergebnisse
1 · Anfrage & Erstgespräch
Wir klären Objekt, Zugang, Prüfziel und Zeitfenster und sagen Ihnen, ob die Drohne die richtige Methode ist – oder ob ein anderes Verfahren besser passt.
2 · Machbarkeitsanalyse & Angebot
Wir prüfen Zugang, Sicherheitsanforderungen und Genehmigungen und planen den Einsatz nach Ihren Werksvorgaben: Erlaubnisschein, Einweisung, Abstimmung mit der Revisionsleitung. Im Außenbereich kümmern wir uns um alle Fluggenehmigungen.
3 · Operative Datenerfassung
Ihr Prüfer verfolgt das Livebild und kann Bereiche gezielt nachfliegen lassen. Die Qualitätskontrolle der Daten beginnt noch vor Ort; die Rohdaten erhalten Sie direkt nach dem Einsatz.
4 · Datenverarbeitung & Analyse
Wir sichten alle Aufnahmen, verorten die Befunde und bereiten die Daten auf – je nach Aufgabe als Punktwolke, Orthofoto oder Wärmebildauswertung.
5 · Bericht & Übergabe
Befundliste mit Verortung, Bericht als PDF oder PowerPoint; auf Wunsch Web-Viewer mit Punktwolke, Fotos und Video sowie Punktwolke (E57/LAS) und Rohdaten zur Weiterverarbeitung.
Was wir für eine Einschätzung brauchen
Für eine erste Einschätzung genügen uns Objekt und Abmessungen, Zugang (Öffnung, Mannloch), Prüfziel und Ihr Zeitfenster – gern mit Zeichnung oder Foto. Wir sagen Ihnen, ob die Drohne für Ihre Aufgabe geeignet ist und welche Ergebnisse Sie erwarten können.
Grenzen der Methode
- Die Befliegung ist eine Sichtprüfung. Sie ersetzt keine handnahe Prüfung durch Sachverständige und keine Wanddickenmessung – sie bereitet diese vor, priorisiert und dokumentiert.
- Innenräume müssen außer Betrieb, zugänglich und frei von explosionsfähiger Atmosphäre sein; unsere Innenraumdrohne ist kein ATEX-Gerät.
- Staub, Dampf und Nebel verschlechtern die Sicht und damit die Datenqualität.
- Außen begrenzen Wind, Niederschlag und Abgasfahnen den Einsatz.
Häufige Fragen
Für Innenräume ja: Das Objekt muss außer Betrieb, zugänglich und frei von explosionsfähiger Atmosphäre sein, die Temperatur im Betriebsbereich der Drohne (0 °C bis 50 °C) liegen. Außeninspektionen sind häufig im laufenden Betrieb möglich – abhängig von Abgasfahne, Temperatur und Ihren Werksvorgaben.
Ab etwa 50 cm; ein Standard-Mannloch genügt in der Regel. Für tiefe oder verwinkelte Objekte klären wir vorab, ob ein zweiter Zugang oder ein Funkverstärker nötig ist.
Nein. Die Befliegung ist eine Sichtprüfung. Sie zeigt, wo handnah geprüft oder gemessen werden muss, und dokumentiert den Zustand nachvollziehbar – die Bewertung nach Regelwerk bleibt bei Ihren Sachverständigen.
Einen Ansprechpartner, die übliche Einweisung und den Erlaubnisschein nach Ihren Werksvorgaben. Da niemand in das Objekt einsteigt, entfallen Einstieg und Rettungskette für den Innenraum.
Rohdaten (Fotos, Video) direkt nach dem Einsatz. Der Bericht folgt nach Absprache – als PDF oder PowerPoint mit Befundliste, auf Wunsch mit Web-Viewer, Punktwolke (E57/LAS) und Wärmebildauswertung.
Lokalisierung und Dokumentation von Schäden und Schwachstellen mit Industriedrohnen
SPECTAIR setzt Industriedrohnen ein, um verschiedenste Schadbilder und potenzielle Gefahrenquellen zu identifizieren und damit den Zustand von Industrieanlagen und Bauwerken zu dokumentieren. Die Bandbreite reicht von der Industrieinspektion bei Kraftwerken, Kesseln, Tanks und Kühltürmen über die Instandhaltungsanalyse bei Dachkonstruktionen bis hin zur visuellen Begutachtung von Mauerwerk z.B. im Feuerungsbau. Unten finden Sie eine Auswahl von beispielhaftem Bildmaterial, das SPECTAIR im Bereich der Industrieinspektion erhoben hat.

Inspektionspartner des TÜV Rheinland
SPECTAIR ist seit 2018 Partner des TÜV Rheinland für Industrieinspektionen mit Drohnen. Als Subdienstleister führt SPECTAIR im Auftrag des TÜV Rheinland Drohnenbefliegungen im Bereich Instandhaltungsanalyse und Condition Monitoring durch.




























